Patrick Jungk
electro cut
Durch die Übertragung der Arbeitsprinzipien auf das neue Werkzeug - den electro cut - bzw. digitale Material macht Harald F. Müller zusammen mit Patrick Jungk den Prozess des Ausschneidens und neu Kombinierens zum eigentlichen Werk und zeigt, dass der Gegensatz zwischen analog und digital längst obsoletist. Auch das Potenzial digitaler Datenverarbeitung ist ein Fundstück seiner Bewegung in der Welt und logische Erweiterung seiner Kunst.
Derzeit arbeitet der electro cut mit Bildmaterial von Harald F. Müller und generiert immer wieder neue überraschende Werkporträts. Gefüttert mit anderem Material könnte er aber auch thematisch Vorgegebenes wie ein Unternehmensporträt in immer neuen einmaligen Bildern hervorbringen.
Die Bilder sind flüchtig, sie werden nicht gespeichert. Wie das Aufblitzen individueller visueller Eindrücke sind sie gebunden an den Moment ihrer Wahrnehmung. Indem Rechnerdaten zu Bilddaten werden, wird das Potenzial neuer intelligenter Prozesse zum Bild. Dieser nie abgeschlossene Prozess bietet Fragestellungen der KI und elektronischer Kunst sowie Forschung und Lehre eine unendliche Vielfalt von Anknüpfungsmöglichkeiten. Die jahrelange Arbeit mit den Architekturen und Strukturen des Bundeshöchstleistungsrechenzentrums (HLRS) verbindet sich mit interdisziplinärer Öffnung und ergebnisoffenem Weiterdenken.
(Text von Ines Zahler)